Kino 2012

Hier werde ich alle Kinofilme aus 2012 vorstellen, die ich selber im Kino gesehen habe. Da ich relativ oft ins Kino gehe, werden hier am Ende des Jahres so ca. 70 Filme stehen. Neben den üblichen Daten wie Stab, Schauspieler und Film-Info schreibe ich kurz meine Meinung über den Streifen nieder. Unter DVD/Blu-ray-Potential könnt ihr lesen, wie ich den Film als (kommende) DVD bzw. Blu-ray einstufe und ob ich mir den zulegen würde.

Hier geht's zum Kinojahr  2006 / 2007 / 2008 / 2009 / 2010 / 2011

Dark Shadows

Dark Shadows  

Regie: Tim Burton. Darsteller: Johnny Depp (Barnabas Collins), Michelle Pfeiffer (Elizabeth Collins Stoddard), Helena Bonham Carter (Dr. Hoffman), Eva Green (Angelique Bouchard, Bella Heathcote (Victoria Winters/Josette), Chloe Grace Moretz (Carolyn Stoddard)

Inhalt: Auf der Familie Collins lastet ein Fluch. Diesem versucht sie über den großen Teich zu entkommen und siedelt sich in Amerika an. In der Familien-Residenz Collinwood Manor wächst der junge Barnabas zum Mann heran, der einen guten Stand bei der Damenwelt hat. Leider begeht er den gravierenden Fehler, Angelique Bouchards Herz zu brechen. Angelique ist eine Hexe und aus Rache verwandelt sie ihn in einen Vampir, um ihn dann lebendig zu begraben. 200 Jahre später wird Barnabas durch Zufall aus seinem Sarg befreit und entdeckt die völlig veränderte Welt des Jahres 1972.

Mein Eindruck: Bei Tim Burton mache ich nichts falsch - Johnny Depp denkt wohl das gleiche, denn "Dark Shadows" ist sein achter Film mit dem schrägen Regisseur. Tim Burton kann sich in "Dark Shadows" so richtig austoben. Er versetzt den düsteren Vampir Barnabas in die Flower-Power-70er-Jahre und da passt dieser rein wie die Faust aufs Auge. Johnny Depp ist (wieder mal) genial als skurriler Held mit Ecken und Kanten, aber auch die übrige Cast kann sich sehen lassen: Michelle Pfeiffer, Helena Bonham Carter (ihr siebter Film mit Burton) und Newcomerin Chloe Grace Moretz ("Kick-Ass") bieten ausgezeichnete Leistungen. Schön fies ist Eva Green (bekannt aus den letzten Bond-Filmen) als bezaubernde Hexe. Die Story ist vielleicht etwas dünn, was man aber auf die Vorlage schieben kann, denn die basiert auf die gleichnamige TV-Serie (die ich bislang noch gar nicht kannte). Tim Burton hat einen schön-schrägen Film erschaffen, der seine Handschrift in Punkto Atmosphäre und Stil trägt. Sein Lieblingsdarsteller Johnny Depp erledigt den Rest. Meine persönliche Lieblingsszene: Barnabas sitzt mit einigen Hippies am Lagerfeuer und sinniert über das Leben und die Liebe. Leider ahnen die jungen Leute nicht, was da noch auf sie zu kommt...

DVD / Blu-ray-Potential: Blu-ray: Check!

Kinostart: 10.5.2012
Fantasy, Komödie
112 Min.
FSK: 12
32

 

 
The Cold Light Of Day

The Cold Light of Day  

Regie: Mabrouk El Mechri. Darsteller: Henry Cavill (Will Shaw), Verónica Echegui (Lucia), Bruce Willis (Martin Shaw), Sigourney Weaver (Jean Carrack), Joseph Mawle (Gorman)

Inhalt: Will Shaw macht seit längerer Zeit wieder Urlaub mit seiner Familie in Spanien. Doch was wie ein Traumurlaub beginnt, wird rasch zu einem lebensgefährlichen Alptraum: Nach  einem Landausflug kehrt Will auf die Segelyacht zurück, seine Familie ist verschwunden. Als er die Polizei ruft, bemerkt er, dass hier etwas nicht stimmt. Aus dem Nichts taucht sein Vater Martin auf und kommt ihm zur Hilfe. Ganz offensichtlich wurden die restlichen Familienmitglieder von Geheimagenten entführt. Die beiden geraten in eine Verschwörung, an der auch die CIA beteiligt zu sein scheint.

Mein Eindruck: Es fällt mir bei "The Cold Light of Day" recht einfach eine Kritik zu schreiben, denn diese wird nicht gut ausfallen. Dabei verspricht die Story jede Menge Spannung, aber im Kino ist die nicht angekommen. Die Action-Sequenzen können auch nicht drüber weghelfen: Der Streifen ist ein Flop. Dabei hätte die Handlung von Hitchcock stammen können: Ein Unschuldiger (Henry Cavill) kommt in gefährliche Situationen (seine Familie wird entführt, er wird pausenlos gejagt) und muss alle Widerstände (Vater ist Geheimagent, die CIA ist böse, die Israelis mischen mit) überwinden, um am Ende heil davon zu kommen. Klingt blöd, ist auch so. Die hanebüchene Handlung kann in keinster Weise überzeugen. Spannung kommt nie auf, weil man überhaupt keine Sympathien für den Hauptdarsteller und sein Umfeld (Schwester!) hat. Die Action ist zwar ganz ordentlich, aber so überzogen, dass es wieder nur langweilt. Kurios ist die letzte Auto-Verfolgungsjagd, in der zuerst die Guten die Bösen jagen, dann nach einem irrwitzigen Unfall sich das Blatt wendet und die Bösen nun hinter den Guten her sind. Zwei Top-Schauspieler haben in dem Pseudo-Thriller mitgespielt: Bruce Willis spielt so wie immer, wird aber leider im ersten Viertel erschossen. Sigourney Weaver hat ein paar nette Momente als Agentin, das rettet den Film auch nicht. "The Cold Light of Day" ist aber ein Film für diejenigen, die sich mal ein Reisevideo für Madrid anschauen wollen. Ich selber war noch nie in der spanischen Hauptstadt, aber im Film bekommt man sehr viel davon zu sehen.

DVD / Blu-ray-Potential: Dieses Mal ist die Sache eindeutig: Nein, danke.

Kinostart: 3.5.2012
Action, Thriller
94 Min.
FSK: 16
31

 

 
Einmal ist keinmal

Einmal ist keinmal  

Regie: Julie Anne Robinson. Darsteller: Katherine Heigl (Stephanie Plum), Jason O'Mara (Joe Morelli), Daniel Sunjata (Ranger), John Leguizamo (Jimmy Alpha), Debbie Reynolds (Grandma Mazur), Sherri Shepherd (Lula)

Inhalt: Stephanie Plum ist jung, selbstbewusst, voller hochfliegender Pläne ... und sie ist pleite. Auf Geheiß ihrer wenig begeisterten, aber stets überhilfsbereiten Eltern kann sie jedoch bei Vinnie, ihrem Vetter und Inhaber einer Kautionsagentur anheuern. Der braucht dringend einen Ersatz für einen erkrankten Detektiv - und schließlich locken 50.000 Dollar bei erfolgreichem Abschluss eines Falls! Obwohl Stephanie nicht die geringste Ahnung hat, was ein Kautionsdetektiv überhaupt machen muss, stürzt sie sich voller Eifer in ihren ersten Fall - und tappt dabei von einem Fettnäpfchen ins nächste.

Mein Eindruck: Auf dem letzten Drücker habe ich die Katherine-Heigl-Actionkomödie "Einmal ist keinmal" im Kino gesehen. Der Film basiert auf der Romanreihe von Janet Evanovich, in der Hauptdarstellerin Stephanie Plum als Kautionsjägerin für Aufregung sorgt. Ich hatte vorher noch nie von diesen Büchern gehört und gehe unvoreingenommen an die Sache ran. So unvoreingenommen dann doch nicht, denn es hagelte schlechte Kritiken für den Streifen, der zusammenfassend als "unausgegoren" gilt. Na ja, ich bin eigentlich recht zufrieden mit dem Film. Natürlich ist der Streifen um eine junge Frau, die aus dem Nichts Kautionscop wird und alle Schwierigkeiten meistert, nicht gerade ein cineastisches Fest. Trotzdem finde ich die schräge Story rund um Katherine Heigl recht amüsant, da drücke ich auch bei einigen Sachen mal ein Auge zu. Heigl alias Plum muss ihren Ex-Freund Joe - gespielt von "Terra Nova"-Star Jason O'Mara - in den Knast bringen, das würde für die 50.000 Dollar bringen. Das stellt sich nicht als einfach raus, zumal Frau Plum mal schnell noch den Fall klärt, damit Joe nicht für schuldig befunden wird. Okay, hört sich komisch an, ist aber ganz in Ordnung.

DVD / Blu-ray-Potential: Ist der Film billig, dann ist es mein.

Kinostart: 19.4.2012
Action, Komödie
91 Min.
FSK: 12
30

 

 
Chronicle - Wozu bist du fähig?

Chronicle - Wozu bist du fähig?  

Regie: Josh Trank. Darsteller: Dane DeHaan (Andrew Detmer), Alex Russell (Matt Garetty), Michael B. Jordan (Steve Montgomery), Michael Kelly (Richard Detmer), Ashley Hinshaw (Casey Letter)

Inhalt: Drei Highschool-Jungen machen nachts auf einem Feld eine mysteriöse Entdeckung. Ein seltsames Objekt befindet sich unter der Erde und scheint einen speziellen Effekt auf Menschen zu haben, denn seit diesem Abend haben Andrew, Steve und Matt besondere Kräfte. Anfangs probieren die Drei ihre neuen Fähigkeiten nur harmlos aus. Aber bald wird aus dem Spaß bitterer Ernst und ein Machtkampf zwischen den Jungen entsteht, der immer gefährlicher wird.

Mein Eindruck: Endlich hat es mal mit "Chronicle" im Kino geklappt - letzte Woche wollte ich da reingehen, aber abends lief der Film nicht (auch wenn es im Netz angekündigt war). Da stand ich blöd an der Kasse...
Mir hat der Film um drei jugendliche Superhelden gut gefallen. Anfang muss man sich an die wacklige Kameraführung gewöhnen, denn es werden nur selbstgedrehte Szenen gezeigt. Wenn man sich damit abgefunden hat kommt das aber gut rüber. Die Story ist sehr gut, denn man erlebt mit den Hauptdarstellern, wie sie ihre Kräfte erst erkennen, dann vervollkommnen. Wie würde  man mit solchen Superkräften umgehen, wenn man sie selber hätte? Zuerst ist alles noch lustig, wenn man z.B. auf dem Supermarktparkplatz ein Auto verschiebt und sich über die Besitzerin schieflacht, die ihren Wagen sucht. Dann aber artet es aus, weil man seine Kräfte im Griff haben muss. Das ist genau das Problem von Andrew - gut gespielt von Dane DeHaan. Er ist der Außenseiter der Gruppe, der in der Schule und auch privat nichts zu lachen hat. Im Gegensatz zu seinen beiden Freunden beherrscht er die Kräfte am besten, und das wird ihm schließlich zum Verhängnis. "Chronicle" ist ein kleiner, unscheinbarer Film mit unbekannten Darstellern und einem frischem Regisseur. An der Kinokasse läuft er aber sehr erfolgreich, eine Fortsetzung ist schon in Planung.

DVD / Blu-ray-Potential: Die Blu-ray sollte es sein - trotz Wackelkamera.

Kinostart: 19.4.2012
Action, Sci-Fi, Drama
84 Min.
FSK: 12
29

 

 
The Avengers  (3D)

The Avengers (3D)  

Regie: Joss Whedon. Darsteller: Robert Downey Jr. (Tony Stark / Iron Man), Chris Evans (Steve Rogers / Captain America), Mark Ruffalo (Bruce Banner / The Hulk), Chris Hemsworth (Thor), Scarlett Johansson (Natasha Romanoff / Black Widow), Jeremy Renner (Clint Barton / Hawkeye), Tom Hiddleston (Loki), Samuel L.Jackson (Nick Fury)

Inhalt: Als ein unerwarteter Feind den Weltfrieden und die globale Sicherheit bedroht, sieht sich Nick Fury, führender Kopf der mächtigen internationalen Friedensorganisation S.H.I.E.L.D., gezwungen, das eine Team zusammenzustellen, das die Welt vor dem Absturz in die Katastrophe bewahrt. Eine den Erdball umfassende, nie dagewesene Rekrutierungsaktion beginnt.

Mein Eindruck: Endlich ist es so weit: Die Superhelden, die bislang nur einzeln in ihren Filmen aufgetreten sind, werden durch eine globale Bedrohung vereint. So kommen Iron Man (2008/2010), Captain America (2011), Thor (2011) und Hulk (2008) zusammen und bilden "The Avengers" - allerdings erst nach kleinen Unstimmigkeiten, die sich aber während des Films legen. Mir hat der Zusammenschluss der Superhelden sehr gut gefallen, auch die 3D-Version kann sich sehen lassen. Gerade im letzten Drittel - wenn die Welt angegriffen wird - sind die Effekte und die Action grandios. Man merkt dem Film seine 220 Millionen Dollar Produktionskosten an, hier wird geklotzt und nicht gekleckert. Dabei werden die Action-Szenen immer wieder durch ironische Kommentare aufgelockert, vor allem durch "Iron Man" Robert Downey Jr. Aber auch der Hulk hat seine komischen Momente, wobei sein Humor mehr brachial ist. Alles im allem gibt es über den Film nicht viel zu sagen. Comic-Freunde werden auf jeden Fall ins Kino gehen - man sollte die Vorgänger-Filme natürlich kennen, dann kommt man völlig auf seine Kosten. PS: Im Cinemaxx wurde eine Pause gemacht, die m.M. nach überflüssig ist. Ich hätte die 142 Minuten lieber ohne gehabt, Popkorn- oder Cola-Nachschub brauche ich nicht.

DVD / Blu-ray-Potential: Die Blu-ray ist Pflichtkauf.

Kinostart: 26.4.2012
Comic-Action
142 Min.
FSK: 12
28

 

 
Spieglein Spieglein

Spieglein Spieglein  

Regie: Tarsem Singh. Darsteller: Julia Roberts (Die Königin), Lily Collins (Schneewitchen), Armie Hammer (Prinz Alcott), Nathan Lane (Brighton), Jordan Prentice (Napoleon), Mark Povinelli (Half Pint), Joe Gnoffo (Grub), Danny Woodburn (Grimm)

Inhalt: Die böse Königin ist geschockt, als sie erfährt, dass nicht sie, sondern Schneewittchen die Schönste im ganzen Land ist. Kurzerhand verbannt sie Schneewittchen in einen finstern Wald, in dem ein menschenfressendes Ungeheuer auf sie wartet. Im Wald begegnet Schneewittchen nur sieben kleinwüchsigen Kleinkriminellen, die sie bei sich aufnehmen. Zusammen schmieden sie einen Plan, um die böse Königin vom Thron zu stürzen. Doch das Schlimmste ist, dass Prinz Andrew Alcott zwischen die Fronten gerät, da sich Schneewittchen und die Königon in ihn verlieben.

Mein Eindruck: "Spieglein Spieglein" ist nach "The Cell" (2000), "The Fall" (2006) und "Krieg der Götter" (2011) die vierte Regiearbeit von Tarsem Singh. Ich kenne diese Filme und bisher haben mir alle sehr gut gefallen. So auch sein neustes Werk, die wirklich wirklich wahre Geschichte von Schneewitchen. Was er aus dem Märchen gemacht hat kann sich sehen lassen. Er ist genau der richtige Mann für diesen Job, denn mit seinem Ideenreichtum und seiner fantastischen Optik macht er den Film zum Genuss. Das er dann noch Julia Roberts als böse König gecastet hat, ist ein genialer Schachzug. Man merkt es Julia Roberts an, dass sie in der Rolle der bösen König aufgeht und (endlich mal) so richtig fies sein darf. Lily Collins, Tochter von Phil Collins, gefällt als Schneewitchen ebenso wie Armie Hammer ("J.Edgar") als leicht verwirrter Prinz. Besonders klasse ist die Transformation der 7 Zwerge in eine Räuberbande, die mit ausfahrbaren Stelzenbeinen ihre Raubzüge durchzieht. Auf so was muss mal erst mal kommen. Kurzum: Die Neuinterpretation des klassischen Märchens ist erste Sahne! Interesant ist, dass demnächst mit "Snow White and the Swordman" eine weitere Schneewitchen-Verfilmung ins Kino kommen wird. Der Film erinnert aber mehr an "Herr der Ringe"...

DVD / Blu-ray-Potential: Der Film muss auf Blu-ray her.

Kinostart: 5.4.2012
Fantasy, Komödie
106 Min.
FSK: o.A.
27

 

 
Die Piraten - Ein Haufen merkwürdiger Typen

Die Piraten - Ein Haufen merkwürdiger Typen (3D)  

Regie: Peter Lord. Synchronsprecher: Piratenkapitän (Patrick Winczewski), Entermesser-Liz (Bettina Zimmermann), Black Bellamy (Jojo Winterscheidt), Queen Victoria (Martina Treger), Charles Darwin (Axel Mazacher)

Inhalt: Der Piratenkapitän ist zwar unglaublich motiviert, ein Schrecken der Weltmeere zu werden, aber leider mindestens genauso unfähig. Um sich trotzdem einen Ruf zu schaffen und seine deutlich skrupelloseren Konkurrenten Black Bellamy und Entermesser-Liz zu übertrumpfen, nimmt er mit seiner Mannschaft am Wettbewerb zum "Besten Piraten des Jahres" teil. Auf eine skurrilen Reise begegnet die irre Truppe unter anderem Charles Darwin und der piratenhassenden Königin Victoria von England.

Mein Eindruck: Es ist unglaublich, mit welchem Aufwand Aardman seine Puppen/Animationsfilme herstellt - allein das Piratenschiff wurde in 5.000 Arbeitsstunden handgefertigt. Man sieht dem Film den enormen Aufwand an, nur kann man beim Betrachten die vielen Details gar nicht wahrnehmen. Kinder werden den Film bestimmt gut finden, aber viele Gags und Anspielungen aus Kinofilmen werden die gar nicht verstehen. Ich erwähne hier nur mal den Elefantenmensch, den man in einer Londoner Taverne kurz sieht. Der Film ist toll gemacht, hat viele gute Szenen und jede Menge liebevolle Charaktere. Die Gags sind zwar nicht schlecht, aber halten sich doch in Grenzen - da hat man bei "Chicken Run" mehr gelacht. Zu den Synchronsprechern kann ich nicht viel sagen, ich habe nur die Stimme vom Piratenkapitän erkannt: Das ist nämlich die deutsche Synchronstimme von Hugh Grant, der im Original den Käpt'n spricht. Im englischen Original sind mehr Stars am Werk, da haben die deutschen doch ein wenig gespart - was aber die Synchro nicht schlecht macht.

DVD / Blu-ray-Potential: Als alter Aardman-Fan werde ich mir die Blu-ray günstig zulegen.

Kinostart: 29.3.2012
Animation
88 Min.
FSK: o.A.
26

 

 
The Grey - Unter Wölfen

The Grey - Unter Wölfen  

Regie: Joe Carnahan. Darsteller: Liam Neeson (Ottway), Frank Grillo (Diaz), Dermot Mulroney (Talget), Dallas Roberts (Hendrick), Joe Anderson (Flannery), Nonso Anozie (Burke)

Inhalt: John Ottway ist in Alaska bei einem Ölunternehmen angestellt, um dort die Bohrarbeiter vor wilden Tieren zu schützen. Er und ein Trupp Männer befinden sich auf dem Rückflug in die Heimat, als ihr Flugzeug in einen heftigen Sturm gerät und in der Wildnis abstürzt. Eisige Kälte empfängt die Männer in einer scheinbar unendlichen Schnee-Hölle. Die acht Überlebenden versuchen sich in Richtung Süden durchzuschlagen - doch Hunger und Kälte sind nicht die größte Gefahr: Die Absturzstelle liegt inmitten eines Jagdreviers von Wölfen. Das Rudel hat die Männer bereits entdeckt und nimmt die unerbittliche Verfolgung auf.

Mein Eindruck: Im Grunde ist "The Grey - Unter Wölfen" keine schlechter Film, doch leider hat er mir nicht besonders gefallen. Dabei hat die Story um eine Gruppe Männer, die einen Flugzeugabsturz überleben und sich durch die Wildnis Alaskas schlagen müssen, durchaus Potential. Liam Neeson als Hauptdarsteller gefällt als wortkarger Anführer, die übrige Besetzung, vorwiegend No-Names, hat keine großen Momente. Die Wölfe kommen gar nicht so häufig vor, und große Actionsequenzen darf man auch nicht erwarten. Trotz permanentem Überlebenskampf konnte mich der Streifen nicht fesseln. Es kam selten Spannung auf und es war einem von vornherein klar, das die Gruppe durch Wolfattacken (und anderen Unannehmlichkeiten) immer weiter dezimiert wird. Das Ende - ich verrate nix - ist dann doch etwas überraschend, aber es passt schon zum Film. Die knapp 2 Stunden waren für die Story zu lang, da hätte man das ein oder andere straffen können. Wie gesagt, der Film liegt nicht auf meiner Wellenlänge.

DVD / Blu-ray-Potential: Das wird nix, die Wölfe kommen mir nicht ins Haus.

Kinostart: 12.4.2012
Thriller, Drama
117 Min.
FSK: 16
25

 

 
Battleship

Battleship  

Regie: Peter Berg. Darsteller: Liam Neeson (Admiral Shane), Taylor Kitsch (Alex Hopper), Alexander Skarsgard (Stone Hopper), Brooklyn Decker (Samantha), Rihanna (Raikes)

Inhalt: Während einer Truppenübung nahe Hawaii unter der Leitung von Admiral Shane stößt ein Teil der Flotte, die vom Rest der Navy getrennt wurde, auf außerirdische Invasoren. Mit hoch entwickelter Technik werden die Schiffe von den Eindringlingen attackiert und Stück für Stück versenkt. Der in Ungnade gefallene Leutnant Alex Hopper wird plötzlich zum ranghöchsten Offizier eines Zerstörers und findet sich im Kampf seiner Lebens wieder.

Mein Eindruck: Dieser Film wird die Zuschauer in zwei Lager spalten. Die einen werden den Film lieben, die anderen abgrundtief hassen. Machen wir uns mal nix vor: "Battleship" ist ein dämlicher Krawallfilm mit Null-Handlung. Die Story, wenn man sie so nennen darf, basiert auf dem Hasbro-Spiel Schiffe versenken - und das sagt schon alles. Die Darsteller werden allesamt nicht gefordert, Liam Neeson kommt nur in einer Nebenrolle vor und warum R&B-Sängerin Rihanna mitspielt weiß auch keiner so recht. Aber: Trotzdem hat mir der Film gefallen, warum eigentlich? Wenn man sich auf diesen Werbefilm der Navy einlässt, die Logik ganz weit beiseite schiebt und sich entspannt zurücklehnt, dann bekommt man ein bombastisches Popcorn-Movie erster Kajüte. Die Effekte sind mördermäßig und hauen einen fast vom Kinosessel. Apropos Kinosessel: Zum ersten Mal haben wir die D-Box-Sitze ausprobiert. (Wer's nicht kennt: Die Sitze vibrieren und passen sich der Action des Films an). Ich muss sagen: Bei dem Film hat es sich voll gelohnt. In Kurzform: Banane-Film mit Super-Effekten - wer damit leben kann, wird sich amüsieren.

DVD / Blu-ray-Potential: Auf Blu-ray sollte der Film rocken!

Kinostart: 12.4.2012
Action, Sci-Fi
131 Min.
FSK: 12
24

 

 
Best Exotic Marigold Hotel

Best Exotic Marigold Hotel  

Regie: John Madden. Darsteller: Bill Nighy (Douglas), Maggie Smith (Muriel), Judi Dench (Evelyn), Tom Wilkinson (Graham), Dev Patel (Sonny), Penelope Wilton (Jean), Celia Imrie (Madge), Ronald Pickup (Norman), Tena Desae (Sunaina)

Inhalt: Sieben Engländer im höheren Alter reisen aus den unterschiedlichsten Gründen nach Indien und landen alle im "Best Exotic Marigold Hotel", das seine besten Zeiten schon hinter sich hat. Das Hotel, das von dem hoch-motivierten jungen Inder Sonny aus der Krise wieder zu altem Ruhm geführt werden soll, versprüht dennoch seinen ganz eigenen Charme. Und schon bald überträgt sich die magische Wirkung Indiens auf die Gruppe der Reisenden - bei jedem der Sieben auf seine ganz eigene Art.

Mein Eindruck: Immer mal wieder gibt es Filme, die aus der Rolle fallen, so auch "Best Exotic Marigold Hotel". Die Besetzung ist jenseits der 60, es gibt keine Action oder Special-Effects und die Story ist recht unspektakulär. Trotzdem überzeugt der Streifen auf der ganzen Linie. Die Besetzung ist sensationell, wobei Maggie Smith (nebenbei zweimalige Oscar-Gewinnerin) ein wenig hervorsticht. Sie spielt eine grantige Frau, die als eingefleischte Rassistin ausgerechnet in Indien an ihre Hüfte operiert werden soll. Schön sind die unterschiedlichen Charaktere, die sich (fast) alle an die fremde, exotische Situation anpassen und so langsam Gefallen an ihrem neuen Leben finden. Allerdings wird man von Trailer her leicht getäuscht, denn der Film ist nicht so lustig wie angekündigt. "Best Exotic Marigold Hotel" hat zwar seine komischen Momente, doch oftmals aber auch seine traurigen. So wird ein Hotel-Bewohner den Film nicht überleben, was aber angesichts des Alters nicht weiter überrascht. Alles in allem ist das Hotel nur zu empfehlen, allein schon wegen seinem Jung-Manager Sonny, der von Dev Partell ("Slumdog Millionär") hervorragend gespielt wird.

DVD / Blu-ray-Potential: Auf Blu-ray sollte den Film drin sein.

Kinostart: 15.3.2012
Drama, Komödie
123 Min.
FSK: ohne
23

 

 
Iron Sky

Iron Sky  

Regie: Timo Vuorensola. Darsteller: Julia Dietze (Renate Richter), Götz Otto (Klaus Adler), Christopher Kirby (James Washington), Udo Kier (Wolfgang Kortzfleisch), Peta Sergeant (Vivian Wagner)

Inhalt: Seit 1945 leben die übrig gebliebenen Nazis auf den Mond. Auf dessen dunkler Seite gründen sie den Stützpunkt "Schwarze Sonne". Von dort aus planen die Raum-Nazis den Aufbau einer Flotte, mit der sie die Erde zurückerobern möchten. Im Jahr 2018, nach Jahren der Forschung, glauben sie stark genug zu sein, um eine Invasion zu starten und das Rad der Geschichte endlich zurückzudrehen. Nazi-Offizier Klaus Adler wird auf die Erde geschickt, um die Chancen eines Sieges zu überprüfen. Mit an Bord ist seine Verlobte und Nazi-Agentin Renate, die zunehmend an den Plänen der Nazis zu zweifeln scheint.

Mein Eindruck: Man hatte schon in den letzten Jahren von "Iron Sky" gehört, von Nazis auf der dunklen Seite des Mondes und von der Invasion auf die Erde. Jetzt, im April 2012, kommt der Film tatsächlich ins Kino - und ist leider eine Enttäuschung. Ich will mich nicht über Drehbuch bzw. Story auslassen, denn die ist eher zweitrangig. Vielmehr ist der Streifen von dem finnischen Regisseur Timo Vuorensola bei weitem nicht so trashig geworden wie erwartet. Es gibt einige nette Gags und erstaunlich gute Special-Effects, doch das reicht nicht. Oftmals ist die Handlung lahm und langweilig, da kommt bei Julia Dietze und Götz Otto keine Stimmung rüber. Die Ausgangssituation ist schon gut, und auch die Kampfszenen der Nazi-Raumschiffe gegen die Erdschiffe machen - trotz des mickrigen Budgets - richtig Laune. Leider gibt es zu wenig "unkorrekte" Szenen, die den Film nach vorne gebracht hätten. Eine FSK 18 Einstufung hätte ich bei diesem Thema erwartet, und nicht eine FSK 12. Fragt mal bei Tarantino nach, ich glaube kaum, dass "Reservoir Dogs" als Familienfilm taugt. Fazit: Das jahrelangem Warten hat sich nicht gelohnt, die Mond-Nazis rocken nicht.

PS: Etwas war schon sehr seltsam an diesem Kinoabend: Das Cinemaxx Mülheim macht eine Kernsanierung, da steht im Innenraum nix mehr. Ist schon ein komisches Gefühl, in der Baustelle vor dem Kino auf den Einlass zu warten...

DVD / Blu-ray-Potential: "Iron Sky" ist nicht kultig genug, wird also nicht gekauft.

Kinostart: 5.4.2012
Komödie, Sci-Fi
92 Min.
FSK: 12
22

 

 
Die Tribute von Panem: The Hunger Games

Die Tribute von Panem: The Hunger Games  

Regie: Gary Ross. Darsteller: Jennifer Lawrence (Katniss Everdeen), Josh Hutcherson (Peeta Mellark), Woody Harrelson (Haymitch Abernathy), Elizabeth Banks (Effie Trinket), Stanley Tucci (Caesar Flickerman), Donald Sutherland (Prasident Snow)

Inhalt: In einer nicht allzu fernen Zukunft: Nach der Apokalypse ist aus dem zerstörten Nordamerika der totalitäre Staat Panem entstanden, das Kapitol regiert das hungernde Volk mit Härte und Schrecken. Um seine Macht zu demonstrieren, veranstaltet das Regime jedes Jahr die brutalen "Hungerspiele": 24 Jugendliche, je ein Mädchen und ein Junge aus Panems zwölf Distrikten, müssen in einem modernen Gladiatorenkampf antreten, den nur einer von ihnen überleben darf. Als ihre kleine Schwester Prim für die Spiele ausgelost wird, nimmt die 16-jährige Katniss freiwillig ihren Platz ein. Der zweite Kandidat aus Katniss' Distrikt ist Peeta, den sie seit ihrer Kindheit kennt. Kurz bevor das perfide Turnier beginnt, gesteht Peeta Katniss seine Liebe. Doch das Kapitol macht sie zu Todfeinden.

Mein Eindruck: Bis zum Filmstart hatte ich so gut wie nix von den "Tributen von Panem" gehört, auch war mir nicht bewusst, wie erfolgreich die Bücher von Suzanne Collins sind. In den USA läuft der Film wie geschnitten Brot, in Europa hält sich die Euphorie in Grenzen. Ich hatte jetzt nicht viel erwartet, die Story klingt zwar nicht schlecht, aber eine Jugendbuchverfilmung ist für mich nicht gerade ein Highlight. Nachdem ich 3 Stunden im Kino war (Film incl. Pause) kann ich sagen: Panem ist ganz ordentlich, hat aber auch seine Längen. Die Besetzung ist sehr gut, allen voran Newcomerin Jennifer Lawrence spielt die Rolle des jungen Heldin ausgezeichnet. Einige bekannte Darsteller wie Woody Harrelson oder Donald Sutherland kommen recht kurz weg, Stanley Tucci als Gottschalk-Verschnitt ist wiederum top. Die Story könnte manchmal etwas gestrafft werden, und gerade im letzten Drittel stellte sich etwas Langeweile bei mir ein - z.B. bei der kommenden Liebesbeziehung zwischen Katniss und Peeta. Ansonsten erinnert der Streifen natürlich an "Running Man", aber das ist nicht weiter schlimm. Viel lustiger waren die Jäger-Wespen, bei denen ich etwas schmunzeln musste. Wer wissen will warum, der sollte sich den Film im Kino anschauen.

DVD / Blu-ray-Potential: War in Kino okay, auf Blu-ray brauche ich den nicht.

Kinostart: 22.3.2012
Drama, Action, Sci-Fi
142 Min.
FSK: 12
21

 

 
Headhunters

Headhunters  

Regie: Morten Tyldum. Darsteller: Aksel Hennie (Roger Brown), Synnøve Macody Lund (Diana Brown), Nikolaj Coster-Waldau (Clas Greve), Julie R. Ølgaard (Lotte), Reidar Sørensen (Brede Sperre)

Inhalt: Roger Brown hat Alles: Er ist einer der erfolgreichsten Headhunter, verheiratet mit der schönen und geheimnisvollen Galeristin Diana und im Besitz einer traumhaften Villa. Doch, was niemand weiß, er führt ein Doppelleben: Den luxuriösen Lebensstil finanziert er, indem er seine Klienten ausraubt. Seine Spezialität: kostbare Kunstwerke. Als er für ein namhaftes GPS-Unternehmen einen neuen Geschäftsführer finden soll, lernt er den Geschäftsmann Clas Greve kennen. Er scheint der perfekte Kandidat für den Job zu sein. Während die Männer ins Geschäft kommen, erfährt Brown nebenbei, dass Greve im Besitz eines lange verloren geglaubten Gemäldes von Rubens ist. Brown sieht die Chance auf einen letzten großen Coup, der all seine Geldprobleme lösen soll.

Mein Eindruck: Die Skandinavier sind führend in dunkelen, düsteren Krimistoffen. Jetzt kommt mit "Headhunters" ein norwegischer Film in die Kinos, der es in sich hat. Man sollte nicht zu viel von der Handlung erzählen, denn damit raubt man den Leser die Spannung, nur soviel: Der Streifen startet als "normaler" Krimi: Ein Headhunter finanziert seinen luxuriösen Lebenstil mit Kunstraub. Alles klappt wie am Schnürchen, doch dann wendet sich das Blatt und er wird immer tiefer in ein mörderisches Komplott gezogen. Der Film hält die Spannung bis zum Schluß und wartet mit diversen Überraschungen auf, die man als Zuschauer nicht absehen konnte. Die Besetzung ist sehr gut, die Darsteller sind allesamt unbekannt - und das macht es so reizvoll, denn man weiß nicht genau, was dem oder der Darsteller(in) passieren wird. Nur so viel: Nicht alle überleben den Film. "Headhunters" ist ein Geheimtipp für Freunde spannender Kinounterhaltung. Natürlich ist der Film nicht perfekt, es gibt einige Szenen, die schon recht unrealistisch sind, aber da kann ich nur folgendes sagen: Ist halt Kino und keine Dokumentation.

DVD / Blu-ray-Potential: Der Film kommt in meine Sammlung.

Kinostart: 15.3.2012
Thriller, Krimi
101 Min.
FSK: 16
20

 

 
Contraband

Contraband  

Regie: Baltasar Kormakur. Darsteller: Mark Wahlberg (Chris Farraday), Kate Beckinsale (Kate Farraday), Ben Foster (Sebastian Abney), Giovanni Ribisi (Tim Briggs), Lukas Haas (Danny Raymer), J.K. Simmons (Captain Camp)

Inhalt: Chris Farraday hat seine kriminelle Karriere längst beendet, aber nachdem sein Schwager Andy ein Drogengeschäft vermasselt, zwingt dessen skrupelloser Boss Chris, Andys Schulden zu begleichen und das zu tun, was er am besten kann: schmuggeln. Chris ist in Schmugglerkreisen eine Legende und hat schnell eine Crew aufgestellt, mit der er nach Panama übersetzen will, um Millionen Dollar Falschgeld ins Land zu holen. Aber der Plan misslingt. Chris bleiben nur wenige Stunden, um an das Geld zu kommen, um seine Frau Kate und seine Söhne auszulösen, die als nächstes auf der Abschussliste brutaler Drogenbosse stehen.

Mein Eindruck: Der neue Film von Mark Wahlberg "Contraband" hebt sich angenehm von anderen Filmen des Genres ab, weil hier ein interessantes Thema behandelt wird. Wir tauchen ein in der Welt der Schmuggler und es wird minutiös gezeigt, wie man am besten Drogen oder Falschgeld aus Panama in die USA einschmuggeln kann. Der Streifen ist ein Remake des erfolgreichsten isländischen Films aller Zeiten: "Reykjavik-Rotterdam: Tödliche Lieferung". Damals spielte Baltasar Kormakur eine Hauptrolle, heute ist er der Regisseur der US-Variante. Der Streifen ist gut besetzt und bietet spannende Unterhaltung. Actionsequenzen sind eher rar gesetzt und spielen sich vorwiegend in Panama ab. Mir haben die Schauplätze in Panama und auf dem Container-Schiff gut gefallen, von da her punktet der Film schon mal. Einige Lücken in der Handlung sind halb so wild, Hauptsache "Contraband" fesselt den Zuschauer. Von da her bin ich zufrieden.

DVD / Blu-ray-Potential: Die Blu-ray wird eingesackt.

Kinostart: 15.3.2012
Thriller, Action
109 Min.
FSK: 16
19

 

 
John Carter (3D)

John Carter - Zwischen zwei Welten (3D)  

Regie: Andrew Stanton. Darsteller: Taylor Kitsch (John Carter), Lynn Collins (Dejah Thoris), Thomas Hayden Church (Tal Hajus), Mark Strong (Matai Shang), Ciaran Hinds (Tardos Mors), Dominic West (Sab Than)

Inhalt: Der Bürgerkriegs-Veteran John Carter findet sich eines Tages plötzlich und aus unerklärlichen Gründen auf einem fremden Planeten wieder. Er stellt fest, dass dieser Planet, den die Einheimischen Barsoom nennen, der Mars ist. Barsoom beherbergt die unwahrscheinlichsten, fremdartigsten Kulturen und Lebewesen, droht aber durch eben diese unterzugehen. Denn zwischen den Kulturen und Völkern herrscht ein erbitterter Krieg. Auf seinen Reisen durch diese Welt begegnet Carter vielen verschiedenen Gestalten, wie auch dem charismatischen Anführer Tars Tarkas und der wunderschönen, selbstbewussten Prinzessin Dejah Thoris.

Mein Eindruck: Das Werk von Edgar Rice Burroughs, "John Carter", galt lange als unverfilmbar. Schließlich hat Disney den Stoff jetzt ins Kino gebracht und das Ergebnis ist ganz okay. Zuerst mal die gute Nachricht: "John Carter" ist ein 3D-Film, der sich in 3D auch lohnt. Es gibt viele gute räumliche Effekte, was sich natürlich bei so einem Szenario (Stichwort Mars) auch anbietet. Der Streifen an sich ist solide Familienunterhaltung mit den altbekannten Zutaten: ein junger Held kämpft auf einer fremden Welt gegen gute und schlechte Völker, verliebt sich in eine Prinzessin und beendet den Krieg (zumindest kurzfristig). Dazu noch ein knuddeliger Mars-Hund mit Speedy-Gonzales-Geschwindigkeit und die Sache ist geritzt. Natürlich erinnern einen viele Szene an andere Filme - ich erwähne hier nur "Krieg der Sterne" - aber das ist kein Nachteil, wenn man sich auf den Film einlässt. Ein komplexes Drehbuch und geschliffen scharfe Dialoge darf man nicht erwarten, der Film ist 100% Popcorn-Kino. Während die Hauptdarsteller (Taylor Kitsch und Lynn Collins) noch unbekannt sind, sind einige gute Darsteller in Nebenrollen zu sehen. Wie gesagt, die Optik ist bei "John Carter" das entscheidende - und die stimmt.

DVD / Blu-ray-Potential: Muss nicht zwingend sein.

Kinostart: 8.3.2012
Abenteuer, Sci-Fi, Fantasy
132 Min.
FSK: 12
18

 

 
Das gibt Ärger

Das gibt Ärger  

Regie: McG. Darsteller: Reese Witherspoon (Lauren), Chris Pine (FDR Foster), Tom Hardy (Tuck), Til Schweiger (Heinrich), Chelsea Handler (Trish), Angela Bassett (Collins)

Inhalt: Zwei der weltbesten Top-Geheimagenten sind beste Freunde und lassen nichts und niemanden zwischen sich kommen - bis sie sich aus Versehen in dieselbe Frau verlieben. Nun gibt es richtig Ärger und die beiden Spione bekämpfen sich bis aufs Äußerste: mit High-Tech Überwachung, modernster Taktik und einem Waffenarsenal, das ein Land in Schutt und Asche legen könnte.

Mein Eindruck: Ich muss ehrlich zugeben: "Das gibt Ärger" macht Laune. Natürlich ist die Story um zwei Geheimagenten, die gleichzeitig um eine Frau buhlen, total überzogen. Wenn man sich aber auf die abgefahrene Story einlässt und die Logik beiseite schiebt, dann wird man gut unterhalten. Alles ist extrem unrealistisch, die Figuren sind ultracool und ihre Handlungen sind total übertrieben. Ist eigentlich kein Wunder, denn Regisseur McG hat schon mit "3 Engel für Charlie" seine Qualitäten unter Beweis gestellt - Zurückhaltung ist fehl am Platze, hier wird ordentlich auf den Putz gehauen. So verwundert es keinen, dass Tuck (Tom Hardy) beim Paintball-Turnier komplett ausrastet und die Jugendlichen quasi demontiert. In einer ruhigeren Szene versucht sich FDR (Chris Pine) als Hundeliebhaber, doch leider kommt er kaum gegen den rabiaten Mischling aus dem Tierheim an. Reese Witherspoon macht als Objekt der Begierde eine gute Figur, Chris Pine (Kirk aus "Star Trek") und Tom Hardy ("Dame, König, As, Spion") gefallen als Freunde, Kumpel und Rivalen. Til Schweiger spielt auch mit, aber sein "Heinrich" trägt nicht viel zum Film bei und ist ziemlich überflüssig. Sei's drum, "Das gibt Ärger" ist bestimmt kein Meilenstein der Filmgeschichte, aber für einen kurzweiligen Kinoabend ist das genau das richtige.

DVD / Blu-ray-Potential: Och, für kleine Kohle nehme ich die Blu-ray.

Kinostart: 1.3.2012
Action, Komödie, Romanze
97 Min.
FSK: 12
17

 

 
Haywire

Haywire  

Regie: Steven Soderbergh. Darsteller: Gina Carano (Mallory Kane), Ewan McGregor (Kenneth), Michael Douglas (Coblenz), Antonio Banderas (Rodrigo), Channing Tatum (Aaron), Michael Fassbender (Paul)

Inhalt: Die hübsche und sehr erfolgreiche Spezialagentin Mallory Kane arbeitet auf eigene Rechnung und in absolut geheimer Mission für die Regierung der Vereinigten Staaten. Ihre Aufgaben sind meist von derart delikater Angelegenheit, dass ihre Auftraggeber im Notfall jegliche Verbindung zu der Agentin abstreiten und lieber deren Tod in Kauf nehmen würden, als sie aus einer gefährlichen Mission zu retten. Nach einem erfolgreich abgeschlossenen Projekt in Barcelona, bei der Mallory Kane eine Geisel befreien musste, wird sie sofort weiter nach Dublin geschickt. Doch die dortige Operation, die sie gemeinsam mit Paul durchführen soll, geht schief.

Mein Eindruck: Steven Soderbergh ist ein Regisseur der anderen Sorte. Er genießt in Hollywood einen hohen Stellenwert und Schauspieler reißen sich darum, in seinen Filmen mitzuspielen. Er machte die "Ocean 11-13"-Reihe, aber auch Programmkinofilme wie "The Good German". Jetzt hat er der ehemaligen Mixed-Martial-Arts-Kämpferin Gina Carano einen Film auf den Leib geschrieben. Sie spielt eine Spezialagentin, die vom eigenen Team betrogen wird und deshalb auf Rache sinnt. Gina Carano, die den Film "Blood & Bone" (2009) in einer Nebenrolle zu sehen war, ist zwar nicht die beste Schauspielerin, trotzdem überzeugt sie als Mallory Kane auf der ganzen Linie. Ist ja klar: Die Kampfszenen in "Haywire" haben es in sich, was natürlich an der physischen Präsenz von Miss Carano liegt. Um sie herum hat Regisseur Soderbergh wieder exzellente Schauspieler aufgefahren, ich nenne hier nur Ewan McGregor, Michael Douglas oder den gerade sehr gefragte Michael Fassbender ("Shame"). "Haywire" ist ein solider Action-Film, der sich durch die Regie von Steven Soderbergh angenehm von dem genreüblichen 08/15-Produktionen abhebt. Ich hoffe, dass man in Zukunft noch mehr von Gina Carano sehen wird, das Potential ist eindeutig da.

DVD / Blu-ray-Potential: Sieht gut aus...

Kinostart: 8.3.2012
Action, Thriller
93 Min.
FSK: 16
16

 

 
Young Adult

Young Adult  

Regie: Jason Reitman. Darsteller: Charlize Theron (Mavis Gary), Patton Oswalt (Matt Freehauf), Patrick Wilson (Buddy Slade), Elizabeth Reaser (Beth Slade), Collette Wolfe (Sandra Freehauf)

Inhalt: Einst war Mavis Gary das begehrteste Mädchen der gesamten Highschool. Die attraktivsten Jungs waren verrückt nach ihr, die Welt stand ihr offen. Jetzt ist sie 37 Jahre alt. Und steht vor einem Trümmerhaufen: Sie ist frisch geschieden, die Jugendbuchreihe, die sie als Ghostwriterin verfasst, soll eingestellt werden, sie trinkt eindeutig zu viel, das Leben zieht an ihr vorbei. Bis sie erfährt, dass Buddy Slade, ihre große Jugendliebe von damals, Vater geworden ist. Mavis weiß, was sie zu tun hat: Sie will ihn aus seinem spießigen Familienleben befreien und endlich an seiner Seite das Leben mit ihm leben, das sie sich immer erträumt hat. Doch die Rückkehr in ihre Vergangenheit erweist sich als viel schwieriger als gedacht.

Mein Eindruck: Charlize Theron ist eine sehr vielseitige Schauspielerin. In "Kaltes Land" spielt sie eine Fabrikarbeiterin, in "Im Tal von Elah" einen Police-Detective oder in "Aeon Flux" halt Aeon Flux. Einen Oscar bekam sie für ihre Rolle der Mörderin Aileen Wuornos in "Monster". Obwohl sie sehr gut aussieht hat sie kein Problem mit Hässlichkeit. In "Young Adult" ist sie nicht wirklich hässlich, aber ihre Rolle einer desillusionierten, kaltherzigen Mit-Dreissigerin ist nicht gerade von Glamour geprägt. Mir hat ihre Darstellung der Mavis Gary sehr gut gefallen, auch ohne viele Worte bringt sie den kaputten Charakter voll zur Geltung. Einzig "King of Queens"-Mime Patton Oswald (jepp, Spence) kann da mithalten, denn auch er liefert als Außenseiter Matt eine starke Vorstellung ab. Regisseur Jason Reitman hat mit "Young Adult" leicht geschwächelt, denn sein neuer Streifen ist nicht so stark wie "Juno" oder "Thank you for Smoking", aber dank starker Schauspieler ist der Film sehenswert. Ich hatte übrigens erwartet, dass der Film komischer ist, im Endeffekt ist es mehr Drama als Comedy. Das ist aber halb so wild, denn das Gesamtbild stimmt.

DVD / Blu-ray-Potential: Der Film wird gekauft.

Kinostart: 23.2.2012
Drama, Komödie
94 Min.
FSK: 12
15

 

 
Ghost Rider - Spirit of Vengeance

Ghost Rider - Spirit of Vengeance (3D)  

Regie: Mark Neveldine, Brian Taylor. Darsteller: Nicolas Cage (Johnny Blaze / Ghost Rider), Violante Placido (Nadya), Ciarán Hinds (Roarke), Idris Elba (Moreau), Christopher Lambert (Methodius)

Inhalt: Johnny Blaze lebt zurückgezogen in Osteuropa, denn nichts fürchtet er mehr, als dass der Ghost Rider wieder in ihm geweckt wird. Doch dann entführt die Armee des Teufels den zehnjährigen Danny, der über besondere Kräfte verfügt und dessen Mutter Nadya. Moreau, der letzte der Kriegsmönche, die den Jungen beschützten, bittet Blaze um Hilfe. Dieser muss sich entscheiden, denn allein der Ghost Rider ist fähig, den Jungen aus den Klauen des Bösen zu befreien und somit die ganze Welt vor dem Verderben zu retten?

Mein Eindruck: Meine Erwartungshaltung war schon sehr tief, der Film hat mich dann sogar noch enttäuscht. "Ghost Rider - Spirit of Vengeance" versagt auf der ganzen Linie, sowohl als Film, als auch in 3D. Wie konnte sich Nicolas Cage zu einem zweiten Teil hinreißen lassen, denn der erste "Ghost Rider" kam kritikmäßig nicht gerade gut weg. Cage muss bei Teil 2 doch gemerkt haben, dass der Film überhaupt keine Story hat und dass alles andere nur Murks sein kann. Von den Regisseuren Neveldine/Taylor habe ich auch langsam die Schnauze voll. Okay, die beiden haben "Crank" gemacht, und das ist ihr einziges Highlight. Die folgenden mauen Streifen "Gamer" und "Crank 2" werden jetzt durch "Ghost Rider 2" getoppt - schlechter geht es kaum noch. Das beste an dem Machwerk ist die Verfolgungsjagd am Ende und der animierte brennende Schädel - mehr kann ich beim besten Willen nicht loben. Und zum Thema 3D kann ich nur sagen: Überflüssig! Es sind kaum richtig gute 3D-Effekte zu sehen, kein Wunder, bei den schnellen Schnitten und dem unattraktiven Szenenbild. 2D hätte beim dem Streifen vollkommen ausgereicht, als DVD-Premiere würde ich den auch noch so eben durchgehen lassen...

DVD / Blu-ray-Potential: Keine Chance, der 2. Ghost Rider kann zur Hölle fahren.

Kinostart: 23.2.2012
Action, Comic, Fantasy
96 Min.
FSK: 12
14

 

 
Dame, König, As, Spion

Dame, König, As, Spion  

Regie: Tomas Alfredson. Darsteller: Gary Oldman (George Smiley), Colin Firth (Bill Haydon), Tom Hardy (Ricki Tarr), John Hurt (Control), Toby Jones (Percy Alleline), Benedict Cumberbatch (Peter Guillam), Mark Strong (Jim Prideaux)

Inhalt: Der pensionierte Top-Spion George Smiley wird 1973 überraschend wieder aktiviert: An der Spitze des britischen Secret Service gibt es einen Maulwurf, einen Spion im Dienste des sowjetischen KGB. Smiley soll ihn entlarven. Doch er bekommt keinen Zugang zu geheimen Unterlagen und darf niemandem erzählen, weshalb er zurückgekehrt ist. Fünf Geheimdienstler geraten in sein Visier. Aber wer ist der wahre Verräter, der den Geheimdienst unterwandert und das ganze Land in Gefahr bringt?

Mein Eindruck: Hat ein bisschen gedauert, aber jetzt habe ich endlich "Dame, König, As, Spion" im Kino gesehen. Eins vorweg: Der Thriller nach John Le Carré ist ein sehr ruhiger Film, trotz des brisanten Spionage-Themas. Der Streifen vom schwedischen  Regisseur Tomas Alfredson ("So finster die Nacht") bietet eine Top-Besetzung: Gary Oldman spielt die Hauptrolle des reaktivierten Spions George Smiley mit stoischer Ruhe und wenigen Gesten. Er könnte für diese Rolle einen Oscar als bester Hauptdarsteller abstauben. An seiner Seite glänzen Größen wie Colin Firth ("The Kings Speech") oder John Hurt ("Der Elefantenmensch") oder Newcomer wie Benedict Cumberbatch (der neue BBC-Sherlock-Holmes). Der Film spielt in den 70er Jahren und er gibt diese Zeit sehr detailgetreu wieder. Die Spannung ist wohldosiert, die Handlung ist vielschichtig mit einigen Rückblenden, da sollte man nicht den Faden verlieren. Will damit sagen, dass einige Leute den Film total langweilig finden, falls man mit einer falschen Erwartungshaltung hier rangeht. Ich bin mit "Dame, König, As, Spion" zufrieden, auch wenn es im Cinemaxx eine kleine Panne mit falschen Bildformat gab und so der Film noch mal neu gestartet wurde.

DVD / Blu-ray-Potential: Kommt in meine Sammlung, aber billiger wäre besser.

Kinostart: 2.2.2012
Spionage-Thriller
127 Min.
FSK: 12
13

 

 
Safe House

Safe House  

Regie: Daniel Espinosa. Darsteller: Denzel Washington (Tobin Frost), Ryan Reynolds (Matt Weston), Vera Farmiga (Catherine Linklater), Brendan Gleeson (David Barlow), Sam Shepard (Harlan Whitford)

Inhalt: US-Geheimagent Matt Weston bekommt den Auftrag, Tobin Frost, Ex-CIA- und Doppelagent, in einem Safe House in Kapstadt zu beschützen. Plötzlich wird das Geheimversteck von einem Killerkommando attackiert und dem Erdboden gleichgemacht. Nur knapp kann Weston mit Frost als Gefangenem entkommen. Aber wer will Frost mundtot machen? Terroristen? Oder ist es gar jemand aus der CIA-Chefetage? Je länger das Katz-und-Maus-Spiel dauert, desto unklarer wird, wer wem trauen kann.

Mein Eindruck: "Safe House" hat furios begonnen, doch im Laufe der knapp 2 Stunden hat der Film doch stark nachgelassen. Erstmal zum positiven: Der Streifen spielt in Südafrika und damit haben wir schon mal einige gute Schauplätze parat (Township, Fußball-Stadion). Der Action-Thriller ist gut besetzt: Abgesehen von den Protagonisten Denzel Washington und Ryan Reynolds wurde mit Vera Farmiga ("Up in the Air"), Brendan Gleeson ("The Guard") und Sam Shepard ("Fair Game") eine gute Darstellerriege gecastet. Negativ: Die Handlung beginnt recht viel versprechend in dem Safe House, aber nach dessen Stürmung steht vorwiegend Action auf dem Plan, die aber leider nicht wirklich fesseln kann. Die Flucht vor den Schergen endet immer im Gemetzel und das wird mit der Zeit öde. Auch der ruckelige Schnitt (erinnert stark an Bourne) macht den Film auch nicht besser. Richtige Spannung kommt nie auf, und das Ende ist auch nicht gerade sehr originell. Fazit: "Safe House" verschenkt Potential, der Film hätte um Längen besser sein können.

DVD / Blu-ray-Potential: Bei Nice-Price werde ich vielleicht schwach.

Kinostart: 23.2.2012
Action, Thriller
115 Min.
FSK: 16
12

 

 
The Artist

The Artist  

Regie: Michel Hazanavicius. Darsteller: Jean Dujardin (George Valentin), Bérénice Bejo (Peppy Miller), John Goodman (Al Zimmer), James Cromwell (Clifton), Penelope Ann Miller (Doris)

Inhalt: George Valentin ist der Superstar des großen Hollywood-Kinos der 20er Jahre. Dem unvergleichlichen Charmeur und Draufgänger fliegen die Herzen des Publikums zu. Er genießt und zelebriert seinen Ruhm und entdeckt wie im Vorbeigehen das Talent der jungen Statistin Peppy Miller. Doch mit dem Wendepunkt vom Stummfilm zum Tonfilm stehen die beiden Schauspieler plötzlich zwischen Ruhm und Untergang: Valentin will nicht wahr haben, dass der Tonfilm seine Karriere zu überrollen droht. Für Peppy Miller aber bedeutet die neue Technik den Durchbruch: Das Sternchen wird zum gefeierten Kinostar.

Mein Eindruck: In der heutigen Zeit, in der Filme in 3D + Maximum Sound im Kino laufen, kommt ein französischer Streifen daher, der alles auf den Kopf stellt: "The Artist" ist im Bildformal 4:3, schwarz-weiß und (als ob das nicht reichen würde) stumm. Und dieser Stummfilm, 2011 gedreht, ist großer Favorit der Oscar-Verleihung am kommenden Sonntag. Verkehrte Welt! Ich war auch etwas skeptisch, aber sehen wollte ich den Film im Kino schon. Zuerst war es etwas merkwürdig, denn gerade der fehlende Ton ist ziemlich ungewöhnlich, doch als ich mich daran gewöhnt hatte, war alles in Butter. "The Artist" bietet alles, was ein Film braucht: eine gute Story, sehr gute Haupt- und Nebendarsteller, tolle Musik, Drama und Komödie und ein nettes Happy-End. Vielleicht wird der Streifen der große Sieger bei den Oscars, bei den Golden Globes hat er schon 3 Preise abgeräumt. Aber auch wenn es nichts zu gewinnen gibt, "The Artist" ist schon ein Stück bemerkenswertes Kino.

DVD / Blu-ray-Potential: Ich werde mir die DVD zulegen, Blu-ray braucht man hier nicht.

Kinostart: 26.1.2012
Komödie, Drama, Romanze
100 Min.
FSK: 6
11

 

 
Die Kunst zu gewinnen - Moneyball

Die Kunst zu gewinnen - Moneyball  

Regie: Bennett Miller. Darsteller: Brad Pitt (Billy Beane), Jonah Hill (Peter Brand), Philip Seymour Hoffman (Art Howe), Robin Wright (Sharon), Chris Pratt (Scott Hatteberg)

Inhalt: Zu Beginn der Baseball-Saison 2002 befindet sich Manager Billy Beane in einer schwierigen Situation: Sein Team, die Oakland A's, kämpft mit finanziellen Schwierigkeiten und hat seine Star-Spieler an reichere Clubs verloren. Billy bleibt nichts anderes übrig, als sein Team komplett neu aufzustellen. Seine einzige Chance ist, das bisherige System des Spiels auf den Kopf zu stellen. Gemeinsam mit dem jungen Yale-Absolventen Peter Brand mischt er - nach Startschwierigkeiten - die Liga auf.

Mein Eindruck: Sportfilme aus den USA haben es bei uns im Kino immer schwer. Die Deutschen haben es nicht so mit American Football oder Baseball, und meistens kann man froh sein, wenn die Filme überhaupt anlaufen. "Moneyball" ist auch so ein Fall, aber immerhin könnte der Film bei der kommenden Oscar-Verleihung abräumen, denn er ist zehnmal nominiert. Ich muss aber hier mal anmerken, dass es zwar um Baseball geht, doch Hauptthema des Streifens ist das Geschäft dahinter. Brad Pitt spielt einen Ex-Spieler, der es - trotz großer Aussichten - nicht zu Starruhm geschafft hat und der sich jetzt als Manager versucht. Aus Geldmangel kann er mit seinem Team, den Oakland A's, nicht mithalten und versucht über ein neuartiges System zum Erfolg zu kommen. Pitt gefällt in der Rolle des ehrgeizigen Managers, der Emotionen vermeidet und nur den Erfolg im Auge hat. An seiner Seite bietet Jonah Hill ("Männertrip") als kalkulierender Wirtschaftswissenschaftler ebenfalls eine ordentliche darstellerische Leistung. Mir hat der Film gefallen, aber ein Oscar-Film ist der für mich nicht. Muss auch nicht sein, der Streifen ist auch ohne Academy Award gut. Aber wer weiß, vielleicht kommt ja noch was...

DVD / Blu-ray-Potential: Die Blu-ray sollte drin sein.

Kinostart: 2.2.2012
Drama, Sport
133 Min.
FSK: o.A.
10

 

 
Drive

Drive  

Regie: Nicolas Winding Refn. Darsteller: Ryan Gosling (Driver), Carey Mulligan (Irene), Bryan Cranston (Shannon), Albert Brooks (Bernie Rose), Ron Perlman (Nino)

Inhalt: Tagsüber arbeitet Driver als Stuntman für Hollywood. Nachts erwacht der wortkarge Einzelgänger zu Leben, als Fahrer von Fluchtfahrzeugen bewaffneter Einbrüche. Dann lernt der coole Driver seine neue Nachbarin Irene kennen - und verliebt sich in die allein erziehende Mutter. Als Irenes Ehemann Standard aus dem Knast entlassen wird, lässt sich Driver zu einem vermeintlich todsicheren Ding überreden: Mit dem erbeuteten Geld will Standard seine Schulden abbezahlen und Irene eine gesicherte Zukunft bieten. Doch alles geht schief.

Mein Eindruck: Bei "Drive" war ich mir sicher, dass mir der Film gefällt - und so ist es auch. Ich behaupte jetzt schon, dass "Drive" der coolste Film des Jahres wird, denn keiner kann Ryan Gosling in Punkto Coolness das Wasser reichen. Dabei spricht er als namenlose Driver kaum mal 2 Sätze am Stück, aber es funktioniert perfekt. Der Däne Nicolas Winding Refn, Regisseur der "Pusher"-Trilogie, hat hier ganze Arbeit geleistet. Allein die zehnminütige Anfangssequenz ist den Eintritt wert: Wir schauen dem Driver bei seiner nächtlichen Arbeit zu. Er fährt 2 Ganoven nach einen Einbruch durch Los Angeles. Polizeiautos und Hubschrauber spüren ihn zwar immer wieder auf, aber der Driver ist schneller. Perfekt meistert er die Flucht und verschwindet nach einem Basketball-Spiel in der Menge. Während der kompletten Sequenz wird nicht gesprochen - das nenne ich mal einen Super-Einstand. Dann läuft der Vorspann mit 80er Synthie-Pop-Musik und ich weiß, dass ich im richtigen Film sitze. Es gibt einige heftige Gewalt-Szenen, und deshalb ist der Film ab 18. Ob die so brutal hätten ausfallen müssen ist fraglich, denn mit weniger Gewalt wäre der Film ebenso perfekt. Egal, ich kann damit gut leben.

DVD / Blu-ray-Potential: Die Blu-ray ist Pflichtkauf.

Kinostart: 26.1.2012
Action, Drama
101 Min.
FSK: 18
9

 

 
Underworld: Awakening (3D)

Underworld: Awakening (3D)  

Regie: Mans Marlind, Bjorn Stein. Darsteller: Kate Beckinsale (Selene), Stephen Rea (Dr. Jacob Lane), Michael Ealy (Det. Sebastian), Theo James (David), India Eisley (Eve)

Inhalt: 12 Jahre lang wurde Vampir-Kriegerin Selene im kalten Tiefschlaf gefangen gehalten, jetzt gelingt ihr die Flucht. Sie muss feststellen, dass sich die Welt verändert hat, denn mittlerweile werden sowohl Vampire als auch Werwölfe von den Menschen gejagt und vernichtet. Zwischenzeitlich hat sie eine Tochter bekommen, deren Abstammung von Vampiren und Werwölfen sie zu einem Schlüssel für den Sieg in diesem Krieg macht.

Mein Eindruck: Im vierten Teil der Underworld-Saga hat Kate Beckinsale wieder die Hauptrolle übernommen. Sie spielt in "Underworld: Awakening" Selene, die nach 12 Jahren aus ihrem Bofrost-Zustand befreit wird und danach alles platt macht, was ihr vor die Flinte kommt. Die Story sollte man besten schnell vergessen, denn es gibt sie im Grunde nicht. Der Film entspricht einem Videospiel, wo man auf alles schießt, was sich bewegt. Passend dazu muss sich Selene zwei Boss-Kämpfen (gegen einen überdimensionalen Werwolf) stellen, die sie natürlich gewinnen wird. Man merkt an meinem Ton schon, dass der Film leider eine Gurke ist. 3D macht den Film auch nicht besser, eher schlechter, denn im Dunkeln können die Effekte nur ganz selten überzeugen. Auch fand ich einige Trickeffekte sehr mager, vor allem der Überfall der Lykaner bei den Vampiren sah richtig schlecht aus. Einziger Lichtblick ist Kate Beckinsale, die in ihrem Latex-Outfit natürlich gefällt, obwohl ihre Rolle so gar nix hergibt. Nach knapp 90 Minuten hat man den Film geschafft, aber man muss aufpassen: Das Ende kommt so abrupt, wenn man nicht genau hinschaut, dann verpasst man es.

DVD / Blu-ray-Potential: Die Blu-ray kann im Regal stehen bleiben.

Kinostart: 2.2.2012
Horror, Action, Fantasy
88 Min.
FSK: 16
8

 

 
The Descendants

The Descendants  

Regie: Alexander Payne. Darsteller: George Clooney (Matt King), Shailene Woodley (Alexandra King), Amara Miller (Scottie King), Nickl Krause (Sid), Matthew Lillard (Brian Speer), Beau Bridges (Cousin Hugh), Robert Forster (Scott Thorson)

Inhalt: Der hawaiianische Geschäftsmann und Familienvater Matt King soll entscheiden, ob und an wen ein bislang unberührtes Stück Land verkauft werden soll. Allerdings hat er viel drängendere Sorgen: Seine von ihm entfremdete Frau liegt nach einem Bootsunfall im Koma, und Matt erfährt, dass sie eine Affäre hatte und ihn verlassen wollte. Als ihm die Ärzte mitteilen, dass sie nicht mehr aus dem Koma erwachen wird, macht Matt sich mit seinen beiden Töchtern auf die Suche nach dem anderen Mann.

Mein Eindruck: Schon bei den Golden Globes war "The Descendants" erfolgreich: Der Film wurde als bestes Drama ausgezeichnet, George Clooney als bester Drama-Darsteller. Bei den kommenden Academy Awards könnte die Regiearbeit von Alexander Payne ("Sideways") ebenfalls erfolgreich abschneiden, zumal George Clooney als heißer Oscar-Anwärter gehandelt wird. Clooney zeigt in diesem Familiendrama, dass er schauspielerisch einiges drauf hat. Er spielt den von Sorgen geplagten Familienvater sehr gut, diesmal ist er nicht der souveräne Typ, der alle Probleme mit links bewältigt, diesmal spielt er einen normalen Vater, der fast an der Last seiner Familienprobleme zerbricht. Großartig ist neben Clooney Newcomerin Shailene Woodley, die als älteste Tochter Alexandra mit ihrer unkonventionellen Art auf der ganzen Linie überzeugt. Weiteres Highlight ist der Schauplatz Hawaii, der diesmal nicht nur als Touristenattraktion abgestempelt wird. Mir hat auch gut gefallen, dass der Streifen trotz des traurigen Themas nie zum tränenreichen Rührstück abdriftet und dass man Trauer auch "normal" darstellen kann. Wer "Sideways" oder "About Schmitt" mag, der wird mit Alexander Paynes neustem Werk auch zufrieden sein.

DVD / Blu-ray-Potential: Die Blu-ray sollte es sein.

Kinostart: 26.1.2012
Drama, Komödie
114 Min.
FSK: 12
7

 

 
J.Edgar

J. Edgar  

Regie: Clint Eastwood. Darsteller: Leonardo DiCaprio (J. Edgar Hoover), Armie Hammer (Clyde Tolson), Naomi Watts (Helen Gandy), Judi Dench (Anna Marie Hoover), Dermot Mulroney (Colonel Schwarzkopf)

Inhalt: Fast 50 Jahre lang war J. Edgar Hoover der Chef des Federal Bureau of Investigation - so stieg er zum mächtigsten Mann in Amerika auf. Um sein Land zu schützen, schreckte er vor nichts zurück. Er überlebte die Regierungen von acht Präsidenten und drei Kriege, er kämpfte gegen reale und eingebildete Bedrohungen, wobei er die Gesetze oft recht eigenwillig auslegte, um den Schutz seiner Landsleute zu gewährleisten. Seine Methoden waren ebenso heroisch wie skrupellos, und all das diente nur dem einen Ziel, das er nie erreichte: Er wollte von der Welt bewundert werden.

Mein Eindruck: Bei Clint Eastwood macht man nichts falsch. Wenn man auf seine Filme steht, dann wird man ordentlich unterhalten, ich erwähne hier nur "Grand Torino" oder "Million Dollar Baby". Diesmal hat sich der Regisseur mit dem Begründer des FBI, J. Edgar Hoover, befasst. Herausgekommen ist eine Biographie, die mehr Wert auf Privates als auf seine Arbeit legt. Wieder einmal kann man über Eastwoods Werk wenig meckern, aber ein Klassiker wird es nicht. Zum einen ist die Hauptperson des J. Edgar Hoover nicht gerade ein Sympathieträger, zum anderen bietet der ruhige Film wenig Höhepunkte und fließt über 2 Stunden so vor sich hin. Großes Plus ist Leonardo DiCaprio, der als junger und alter J. Edgar auf der ganzen Linie überzeugt. Allerdings sage ich voraus, dass er für die Darstellung nicht den Oscar gewinnen wird. Auch Armie Hammer ("The Social Network") macht als Hoovers engster Vertrauer einen guten Eindruck, doch alle übrigen Schauspieler stehen - trotz guter Darstellungen - im Schatten von DiCaprio. Wie gesagt, der große Wurf ist "J. Edgar" nicht, denn es fehlt klar an Spannung.

DVD / Blu-ray-Potential: Auch wenn es nicht sein bester Film ist, Eastwood wird gerne genommen.

Kinostart: 19.1.2012
Drama
136 Min.
FSK: 12
6

 

 
Darkest Hour (3D)

Darkest Hour (3D)  

Regie: Chris Gorak. Darsteller: Emile Hirsch (Sean), Olivia Thirlby (Natalie), Max Minghella (Ben), Rachael Taylor (Anne), Joel Kinnaman (Skyler), Veronika Ozerova (Vika)

Inhalt: Moskau - Fünf junge Leute genießen das pulsierende Leben der faszinierenden Metropole, als eine fremde Intelligenz die Menschheit auf außergewöhnliche Weise angreift: Sie reißt die Kontrolle über die Elektrizität an sich und setzt diese als tödliche Waffe ein. Durch die Flucht in den Moskauer Untergrund gelingt es den Freunden zunächst zu überleben. Doch als sie Tage später ihr Versteck verlassen, hat sich die vibrierende Metropole in eine Geisterstadt verwandelt und die Gefahr ist noch nicht gebannt. Der Gruppe bleibt nur eine Chance: Sie müssen andere Überlebende finden, um sich dem Kampf gegen die fremde Macht stellen zu können.

Mein Eindruck: Der erste 3D-Film des Jahres ist ein Nachzügler von 2011. Zwischen Weihnachten und Neujahr ist "Darkest Hour" in den Kinos gestartet, und heute ist er so gut wie weg vom Fenster. Scheint wohl nicht der große Wurf gewesen zu sein, obwohl der Film nicht schlecht ist. Wieder mal greifen Außerirdische die Erde an, aber diesmal sind die fremden Wesen kaum zu sehen, sie erscheinen nur als Lichtblitze. Aber diese Lichtblitze haben es in sich, denn sie pulverisieren die komplette Menschheit. 4 Amerikaner und 1 Schwede müssen sich in Moskau durchschlagen, und nicht alle erleben das Ende des Films. Die Handlung ist ganz ordentlich, die Effekte sind gut, auch in 3D gefällt der Streifen. Darstellerisch ist nicht viel zu erwarten, aber das ist ja von vorneherein klar. Kurzum: Ordentliche Sci-Fi-Unterhaltung.

DVD / Blu-ray-Potential: Wenn der Preis stimmt, dann nehme ich die Blu-ray.

Kinostart: 29.12.2011
Sci-Fi, Action, Thriller
98 Min.
FSK: 12
5

 

 
Ziemlich beste Freunde

Ziemlich beste Freunde  

Regie: Olivier Nakache, Eric Toledano. Darsteller: Francois Cluzet (Philippe), Omar Sy (Driss), Anne Le Ny (Yvonne), Audrey Fleurot (Magalie), Clotilde Mollet (Marcelle)

Inhalt: Philippe führt das perfekte Leben. Er ist reich, adlig, gebildet und hat eine Heerschar von Hausangestellten - aber ohne Hilfe geht nichts! Philippe ist vom Hals an abwärts gelähmt. Eines Tages taucht Driss, ein junger Mann, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde, in Philippes geordnetem Leben auf. Driss will eigentlich nur einen Bewerbungsstempel für seine Arbeitslosenunterstützung und auf den ersten Blick eignet sich das charmante Großmaul aus der Vorstadt auch überhaupt nicht für den Job als Pfleger. Doch seine unbekümmerte, freche Art macht Philippe neugierig. Spontan engagiert er Driss und gibt ihm zwei Wochen Zeit, sich zu bewähren. Aber passen Mozart und Earth, Wind & Fire, Poesie und derbe Sprüche, feiner Zwirn und Kapuzenshirts wirklich zusammen?

Mein Eindruck: "Ziemlich beste Freunde" kam für mich aus dem Nichts. Bis vor kurzem hatte ich von dem Film nichts gehört, dann habe ich einen Kinotrailer gesehen und nun war ich drin - so schnell kann das gehen. Das Ergebnis ist erstaunlich: Höchstwertung für einen französischen Film, das gibt es bei mir ganz, ganz selten. Aber die Komödie um zwei ungleiche Männer, die irgendwie beste Freunde werden, ist einfach grandios. Natürlich hat Omar Sy als Driss die besten Auftritte im Film. Der großmäulige Kleinkriminelle aus dem Ghetto wirbelt das Leben des querschnittsgelähmten Philippe gehörig durcheinander. Seine coolen Sprüche und sein ganzes Gehabe tragen den Film über knapp 2 Stunden. Endlich mal ein Film, der die Bezeichnung "Komödie" wirklich verdient hat, denn die Lacher reißen nicht ab - und das bei einem ungewöhnlichen (und teilweise traurigen) Thema. Klare Sache: Den Publikumsliebling aus Frankreich sollte man sich im Kino geben, wenn man mal wieder einen richtig guten Film sehen will. PS: Am Mittwochabend war das Kino sehr gut gefüllt, und die Leute waren alle zufrieden - sage ich mal.

DVD / Blu-ray-Potential: Die Sache ist hier auch klar...

Kinostart: 5.1.2012
Komödie
112 Min.
FSK: 6
4

 

 
New Kids Nitro

New Kids Nitro  

Regie: Steffen Haars, Flip van der Kuil. Darsteller: Huub Smit (Richard Batsbak), Tim Haars (Gerrie van Boven), Wesley van Gaalen (Rikkert Biemans), Steffen Haars (Robbie Schuurmans), Flip van der Kuil (Barrie Butsers)

Inhalt: Eine Zombie-Plage bedroht ganz Friesland. In Maaskantje haben die fünf Jungs Richard, Rikkert, Gerrie, Robbie und Barrie allerdings ganz andere Sorgen. Die New Kids liefern sich mit den Hooligans aus dem Nachbarkaff Schijndel immer wieder erbarmungslose Gefechte, illegale Autorennen und gewaltige Schlägereien. Als jedoch der erste Bewohner aus ihrer Provinz Brabant Opfer der Zombies wird, tun sich die beiden verfeindeten Gruppen zusammen und sagen dem Feind den Kampf an.

Mein Eindruck: Machen wir uns mal nix vor: Wer irgendwas von "New Kids Nitro" erwartet, der ist im falschen Film. Ich muss zugeben, das der erste Spielfilm der holländischen Prolls, "New Kids Turbo", zwar strunzendämlich war, trotzdem aber seine lustigen Momente hatte. Der schnell nachgelegte zweite Teil kann leider mit dem Erstling nicht mithalten. Um es kurz zu sagen: Der Film ist totaler Scheiß! Es gibt einige wenige gute Szenen, über den Rest sollte man den Mantel des Schweigens legen. Ich könnte mich seitenweise über den Film aufregen, aber das bringt nichts, denn ich hab keine Lust mehr, mir über den schlechtesten Film 2012 (jepp, schlechter kann es nicht mehr kommen) aufzuregen. Aber: Selten was die Stimmung im Kino so locker (um es mal nett zu sagen). Einige Zuschauer kamen in orangefarbenen Schutzwesten, die man praktischerweise als cooles Nitro-Menü an der Fresstheke erstehen konnte. Und so wundert es einen nicht, wenn man sehr häufig das Wort JUNGE im Saal gehört hat. Nach dem Film war ich übrigens froh, dass ich nicht den ganzen Popkorn-Chips-Cola-Müll aufräumen musste..

DVD / Blu-ray-Potential: Die Sache ist ja wohl klar...

Kinostart: 5.1.2012
Action-Komödie
77 Min.
FSK: 16
3

 

 
Mission: Impossible - Phantom Protokoll

Mission: Impossible - Phantom Protokoll  

Regie: Brad Bird. Darsteller: Tom Cruise (Ethan Hunt), Paula Patton (Jane), Simon Pegg (Benji), Jeremy Renner (Brandt), Michael Nyqvist (Hendricks)

Inhalt: Ein verheerender Bombenanschlag erschüttert den Kreml. Für Geheimagent Ethan Hunt bedeutet dieser katastrophale Zwischenfall die bislang brisanteste Mission seiner Karriere. Denn der Kopf der "Impossible Missions Force" wird mit seinem gesamten Team für den brutalen Terrorakt verantwortlich gemacht. Der US-Präsident aktiviert daraufhin das "Phantom Protokoll", das den IMF fortan verleugnet. Sollte es Hunt und seinem Team rund um Jane Carter, Benji Dunn und dem undurchsichtigen Brandt nicht gelingen, die Drahtzieher zu fassen, werden sie für das Attentat verantwortlich gemacht und weltweit als Terroristen gebrandmarkt und gejagt werden.

Mein Eindruck: Den vierten Teil der "Mission: Impossible"-Reihe hatte ich bereits im Dezember 2011 gesehen. Da mir der Film so gut gefallen hat, habe ich ihn mir im Januar noch einmal angeschaut. Innerhalb eines Jahres tauchen doppelte Filme nicht auf, beim Jahreswechsel schon. Ich muss schon sagen, MI4 ist schon ein richtiges Action-Brett, das kein Auge trocken läßt. Meine Lieblingsszenen sind die in Dubai, wenn Tom Cruise am Burj Khalifa hängt (rot - tot).

DVD / Blu-ray-Potential: Die Blu-ray ist Pflichtkauf.

Kinostart: 15.12.2011
Action, Thriller
133 Min.
FSK: 12
2

 

 
Sherlock Holmes: Spiel im Schatten

Sherlock Holmes: Spiel im Schatten  

Regie: Guy Ritchie. Darsteller: Robert Downey Jr. (Sherlock Holmes), Jude Law (Dr. John Watson), Noomi Rapace (Madam Simza Heron), Rachel McAdams (Irene Adler), Jared Harris (Professor James Moriarty), Stephen Fry (Mycroft Holmes)

Inhalt: Als der österreichische Kronprinz tot aufgefunden wird, glaubt Inspector Lestrade aufgrund der Indizien an Selbstmord. Doch Sherlock Holmes kombiniert, dass der Prinz ermordet wurde - und zwar im Rahmen eines grausigen Komplotts, das ein gewisser Professor Moriarty schmiedet. Holmes verbindet das Angenehme mit dem Nützlichen, als er die Spuren bis zu einem unterirdischen Gentlemen-Club verfolgt: Dort stößt er mit seinem Bruder Mycroft Holmes am Vorabend von Dr. Watsons Hochzeit auf dessen Wohl an. Und er lernt dort auch die wahrsagende Zigeunerin Sim kennen, die mehr weiß, als sie zugeben will - aufgrund ihrer unbeabsichtigten Verbindung zum Prinzenmord gerät sie als nächstes Opfer ins Visier des Killers.

Mein Eindruck: Der erste Film im neuen Jahr gleich auf Neujahr - 2012 geht ja gut los. Allerdings bin ich mit "Sherlock Holmes: Spiel im Schatten" nicht so zufrieden, denn der Streifen liegt nicht auf meiner Wellenlänge. Ich bin jetzt ehrlich: Der zweite Holmes-Film von Regisseur Guy Ritchie ("Bube, Dame, König, grAs") bietet eine Menge Action, Humor und Spannung, dazu noch tolle Schauspieler wie Robert Downey Jr. und Jude Law. Leider berührt mich das alles nicht, denn ich erwarte von einem Sherlock Holmes Film was anderes. Natürlich interpretiert der Regisseur das Thema neu, läßt es zur Originalzeit spielen, aber definiert die Figuren anders. So ist Downey Jr. als Holmes zwar ein genialer Geist, doch er ist auch physisch sehr präsent, was sich in diversen Kämpfen und Verfolgungsjagdten widerspiegelt. Wie schon  gesagt, der Film hat ein hohes Tempo und geht gut ab, aber leider nicht für mich.

DVD / Blu-ray-Potential: Ich werde Teil 2 nicht kaufen.

Kinostart: 22.12.2011
Krimi, Action
128 Min.
FSK: 12
1